Leistungen der gesetzlichen KrankenversicherungSGB V -
 
Hier haben wir für Sie einen kleinen Überblick der Leistungen der Krankenkasse zusammengestellt.
 
Sollten Sie eine Leistungsart vermissen, so wenden Sie sich an Ihre Krankenkasse!
 
  • Arzt – besuche und Behandlungen
  • Arznei- und Verbandmittel
  • Anschlussheilbehandlung
  • Auslandsbehandlung
  • Entwöhnungsbehandlung
  • Ergänzende Leistungen zur Rehabilitation
  • Fahrtkosten Transportkosten
  • Zuzahlungsbefreiung Krankenversicherung
  • Früherkennung von Krankheiten
  • Haushaltshilfe
  • Häusliche Krankenpflege
  • Heilmittel
  • Hilfsmittel
  • Kinderpflege-Krankengeld
  • Kompaktkur
  • Krankenbehandlung
  • Krankengeld
  • Krankenhausbehandlung
  • Medizinische Rehabilitation
  • Medizinische Rehabilitation für Mütter und Väter
  • Psychotherapie
  • Schwangerschaft Entbindung - Mutterschaftsgeld
  • Schwangerschaftsverhütung - Schwangerschaftsabbruch
  • Sozialmedizinische Nachsorge
  • Soziotherapie
  • Stationäre Hospize
  • Vorsorgeleistungen und Vorsorgekuren
  • Stufenweise Wiedereingliederung
  • Zahnbehandlung
  • Zahnersatz
Zuzahlungsbefreiung Krankenversicherung
 
Sind im Laufe eines Kalenderjahres bestimmte Belastungsgrenzen erreicht, kann sich von vielen Zuzahlungen der Krankenkasse befreien lassen oder sich am Jahresende den über der Belastungsgrenze liegenden Betrag erstatten lassen.
 
Die Belastungsgrenze liegt bei 2 % des Bruttoeinkommens, bei chronisch Kranken bei 1 %.
 
Berechnung des Bruttoeinkommens
 
Das Bruttoeinkommen zum Lebensunterhalt ist als Familienbruttoeinkommen zu verstehen. Es errechnet sich aus dem Bruttoeinkommen des Versicherten und den Bruttoeinkommen aller Angehörigen des Versicherten, die mit ihm in einem gemeinsamen Haushalt leben.
 
Angehörige des Versicherten sind:
 
Ehepartner
  • Kinder bis zum Kalenderjahr, in dem sie das 18. Lebensjahr vollenden
  • Kinder ab dem Kalenderjahr, in dem sie das 19. Lebensjahr vollenden, wenn sie familienversichert sind
  • eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartner (nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz)
  • sonstige Angehörige nach § 7 Abs. 2 KVLG (Krankenversicherung der Landwirte)
 
Nicht zu den Angehörigen zählen Partner einer eheähnlichen verschiedengeschlechtlichen oder nicht eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft.
 
  • Der  Freibetrag - Von diesem Bruttoeinkommen zum Lebensunterhalt werden ein oder mehrere Freibeträge abgezogen:
  • Für den ersten im gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen des Versicherten (z.B. Ehegatte): 4.599,- € (= 15 % der jährlichen Bezugsgröße).
  • Für jeden weiteren im gemeinsamen Haushalt lebenden Angehörigen des Versicherten und des eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartners: 3.066,- € (= 10 % der jährlichen Bezugsgröße). Dieser Punkt gilt nur für Mitglieder in der Krankenversicherung der Landwirte.
  • Für jedes Kind eines verheirateten Versicherten sowie für jedes Kind eines eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartners: 7.008,- € als Kinderfreibetrag, wenn es sich um ein Kind beider Ehegatten handelt, ansonsten 3.504,- € (§ 32 Abs. 6 EStG).
  • Für das erste Kind eines alleinerziehenden Versicherten: 4.599,- € (= 15 % der jährlichen Bezugsgröße).
  • Für jedes weitere Kind eines alleinerziehenden Versicherten: 7.008,- €.
 
 
Einnahmen zum Lebensunterhalt gehören u.a.:
 
  • Arbeitseinkommen (bei selbstständiger Tätigkeit)
  • Arbeitsentgelt
  • Einnahmen aus Kapitalvermögen, Vermietung und Verpachtung
  • Altersrenten
  • Witwen-/Witwerrente und andere Renten wegen Todes (Rente)
  • Krankengeld
  • Arbeitslosengeld
  • Elterngeld, aber nur der Betrag, der über dem Sockelbetrag von 300,- € liegt (bei doppeltem Bezugszeitraum über 150,- €).
  • Einnahmen von Angehörigen im gemeinsamen Haushalt (Ehepartner, familienversicherte Kinder, eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartner). Nicht hierzu zählen Partner einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft.
  • Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, so weit diese die Grundrente nach dem BVG übersteigt.
  • Grundrente für Hinterbliebene nach dem Bundesversorgungsgesetz (BVG)
 
Nicht zu den Einnahmen zählen zweckgebundene Zuwendungen, z.B.:
 
  • Pflegegeld, (Pflegegeld Pflegeversicherung, Pflegegeld Sozialhilfe, Pflegegeld Unfallversicherung)
  • Blindenhilfe
  • Beschädigten-Grundrente nach dem BVG
  • Rente oder Beihilfe nach dem Bundesentschädigungsgesetz bis zur Höhe der vergleichbaren Grundrente nach dem BVG
  • Elterngeld in Höhe des Sockelbetrags von 300,- € bzw. 150,- € (bei doppeltem Bezugszeitraum), Landeserziehungsgeld
  • Leistungen aus Bundes- und Landesstiftungen "Mutter und Kind - Schutz des ungeborenen Lebens" (Mittel der Bundesstiftung "Mutter und Kind")
  • Verletztenrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, so weit diese der Grundrente nach dem BVG entspricht oder geringer ist.
  • Ausbildungsförderung (BAföG)
  • Kindergeld
 
Bei Empfängern von Hilfe zum Lebensunterhalt (Sozialhilfe), von Arbeitslosengeld II und von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung, wird jeweils nur der Regelsatz des Haushaltsvorstands als Bruttoeinkommen für die gesamte Bedarfsgemeinschaft gezählt, das heißt: der jährliche Zuzahlungsgesamtbetrag beträgt 86,16 €, bei chronisch Kranken 43,08 €.
 
Praxistipp:
 
Die Belastungsgrenze wird im Nachhinein wirksam, weshalb Patienten immer alle Zuzahlungsbelege aufbewahren sollten, da nicht absehbar ist, welche Kosten im Laufe eines Kalenderjahres auflaufen. Wenn ein Versicherter im Lauf des Jahres die 2-%-Belastungsgrenze erreicht hat, sollte er sich mit seiner Krankenkasse in Verbindung setzen.
 
Die Krankenkasse wird dem Patienten die Zuzahlungen zurückerstatten, die die 2-%ige Belastungsgrenze übersteigen. Bei Erreichen der Belastungsgrenze wird für den Rest des Jahres eine Zuzahlungsbefreiung ausgestellt.
 
 
Sonderregelungen – Härtefallregelung -
 
Wenn eine "unzumutbare Belastung" vorliegt, gewährt die Krankenkasse bei der Versorgung mit Zahnersatz zusätzlich zu den Festzuschüssen von 50 bis 65 % einen weiteren Betrag bis zur Höhe der tatsächlich entstandenen Kosten, unabhängig davon, ob der Versicherte sich um die Gesunderhaltung seiner Zähne bemüht. Details siehe Zahnersatz. Die Zuzahlungen beim Zahnersatz werden bei der Berechnung der Zuzahlungsbefreiung nicht berücksichtigt.
 
Sonderregelung für chronisch Kranke: 1-%-Belastungsgrenze
 
Um von Zuzahlungen der Krankenversicherung befreit zu werden, gilt für chronisch Kranke, die wegen derselben schwerwiegenden Krankheit in Dauerbehandlung sind, eine besondere Belastungsgrenze von 1 % ihrer jährlichen Bruttoeinnahmen zum Lebensunterhalt. Details siehe Zuzahlungsbefreiung für chronisch Kranke.
 
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Hinweis:
 
Einige der hier aufgeführten Leistungsarten, sind u.a. bei der ges. Unfallversicherung, Rentenversicherung und/ oder Sozialämter usw. zu erhalten, wenn diese dafür sachlich in der Zuständigkeit liegen.
 
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Hinweis in eigener Sache:
 
Alle Angaben sind ohne Gewähr – Änderungen vorbehalten!!!
 
Ihre
S.B.H. - Agentur