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Reiterhosensyndrom - Fettabsaugung (Liposuktion) –

Krankenkasse muss für Fettabsaugung zahlen

Die Klägerin beantragte bei ihrer Krankenkasse die Übernahme der Kosten für die genannte Leistung. Nach einer erfolgten Begutachtung durch den MDK (Medizinischen Dienst) der Krankenkasse, lehnte diese die Kostenübernahme ab.

Der MDK bestätigte dass Reiterhosensyndrom beidseits im Stadium I. Die Empfehlung des MDKs war eine konservative Therapie mit Kompressionsstrumpfhosen. Ferner sei die Liposuktion ein Verfahren der kosmetischen Chirurgie und sind nicht Bestandteil des Leistungsumfangs der gesetzlichen Krankenversicherung. Des Weiteren lägen die dazu erforderliche positive Empfehlung des Gemeinsamen Bundessauschusses nicht vor.

Die Kläger rechte sodann gegen diese Entscheidung der Krankenkassse Klage ein. Im anschliessenden Klageverfahren, holte das Gericht ein Sachverständigengutachten ein. Der Gutachter kam zu der Einschätzung, dass das Lipödem der Klägerin an den Oberschenkeln bereits das Stadium II erreicht habe. Ferner sei eine Reduktion des Fettgewebes durch eine Konservativbehandlung nicht möglich. Eine Liposuktion beider Oberschenkel sei zu empfehlen.

Das Gericht schloss sich der Einschätzung des Gutachters an.

Das Gericht führt u.a. aus, dass es als Systemfehler zu bewerten ist. Die Liposuktion gelte heutzutage als sichere und effektive Therapiealternative, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt seien. Weiter wurde ausgeführt, dass diese Systemstörung im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung, die Krankenkasse zur Übernahme der Behandlungskosten verpflichtet, auch wenn diese Behandlungsform nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen gehört.

Wir haben für Sie das Urteil hier bereitgestellt.

SG Chemnitz Urteil vom 01.03.2012 S 10KR 189-10.pdf

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